so kurz nach den 12 stunden von vogau wollte ich nicht
wieder als einzelläufer auf den beinen sein.
außerdem war ja immer noch geplant, dass ich auch
beim race accross burgenland an den start gehe.
die organistatoren vom lg laufwunder steyr haben sich wirklich
sehr bemüht, diese erstmalige austragung der österreichischen
meisterschaften im 100 km-lauf zu veranstalten. so haben
sich Anita und ich entschlossen einen gegenbesuch in steyr
abzustatten um einfach "nur" dabeizusein.
am freitag sind wir in meine heimatstadt angereist. nach
der startnummernabholung ging es zur zeltplatzbesichtigung.
schnell war unser partyzelt mit tisch und sessel aufgebaut.
danach ging es in die stadt. zwei jahre lang durfte ich
in steyr wohnen. wo genau, wusste ich nicht mehr. ich wusste
nur, dass ich in der michaelerkirche getauft wurde und am
taborweg 27 gewohnt habe. nach dem kirchenbesuch haben wir
uns über die taborstiege auf den weg gemacht. das haus
mit der nummer 27 steht noch. erinnerungen sind keine aufgekommen,
waren die jahre von 0-2 doch zu kurz.
zurück im veranstaltungsgelände haben wir uns
bei der nudelparty gelabt. ausgezeichnete spagetti carbonara
mit kaffee und topfentorte. ein kurzer verdauungsspaziergang
hat den tag beendet und wir liesen uns in der turnhalle
der volksschule dietach zum schlafen nieder.
5:00 Uhr früh - weckergeläut...
5:30 frühstück im veranstaltungsgelände,
ein frühstück, dass man sich nur wünschen
kann. gebäck, kuchen, kaffee, schinken, gurken, tomaten,
marmelade, nutella, müsli...
leider mussten wir laufen und und konnten so nicht aus dem
vollen schöpfen.
der start selber war um 7 uhr. für die 100 km haben
wir uns eine zeit unter 10 stunden vorgenommen. nachdem
wir das ganze ziemlich locker angehen wollten und es gemütlich
haben wollten, einigten wir uns auf einen 4 runden-rhythmus
für anita und 20 runden für mich - bei einer rundenlänge
von 1,47 km.
anita lief die ersten 4 runden gut. nach 14 runden machte
sich bei mir die verdauung bemerkbar (hab ich doch zuviel
gefrühstückt...?) außerdem fühlten
sich meine beine schon müde an.
für anita war der kurzfristige wechsel ok - sie lief
ihre zweiten vier runden konstant durch. in dieser zeit
musste ich auch feststellen, dass eine zweierstaffel (von
insgesamt drei) mit einer runde vorsprung - mit dem zeitabstand
waren es fast zwei runden) vor uns lag.
hmmm - das kann es wohl nicht sein. der männliche leistungsgedanke
kämpfte sich bei mir durch - kurzer hand habe ich die
taktik geändert. wir verkürzten auf zwei runden
für anita und vier runden für mich. anita durfte
dann zwar mehr laufen als geplant, nachdem ich sie aber
nicht in meinem plan eingeweiht habe war es auch für
sie in ordnung.
stunde um stunde, runde um runde schoben wir uns langsam
nach vorne. der abstand wurde immer geringer und schließlich
schafften wir es die staffel light-bikes racingteam zu überholen.
ich weiß zwar nicht, was sich das racingteam gedacht
hat, uns hat es auf jeden fall spaß gemacht sich über
die zeit hin zu "duellieren". wobei es in der
gesamtwertung keinen einfluß hatte. wir wurden in
der 4er-staffel gewertet und da haben die 2er-staffeln wirklich
keine chance.
zu unserer überraschung konnten wir auch eine megastaffel
(mit 5 läufern) hinter uns lassen. dass einige einzelläufer
schneller waren als wir zu zweit - ist eine andere geschichte
nach 68 runden und 100 km war es dann soweit. wir schafften
die distanz wie geplant unter 10 stunden. dass wir so schnell
waren hat uns mächtig gefreut. schließlich habe
ich ja in einer pause zwei steckerlfische vom holzofengrill
reservieren lassen und die haben wir genüsslich verspeist.
achja - in 8:34:44 stunden überquerten wir die ziellinie...