Im normalen Training oder Wettkampf
genügen durchschnittlich
700 ml Flüssigkeit pro Stunde.
Beim Radfahren kann bis zu 1 Liter
pro Stunde getrunken werden.
Unter
bestimmten Bedingungen kann aber
beim Lauf das „Übertrinkphänomen"
bzw. eine Wasservergiftung"
auftreten.
Bei der Hyperhydration handelt
es sich um ein Überangebot
von Salz und/oder Flüssigkeit
im Körper.
Je nachdem, ob die Flüssigkeit
oder das Salz überwiegt,
spricht man von: isotoner, hypotoner
oder hypertoner Hyperhydration.
Hypertonie (bei zuviel Natrium)
-
Hypotonie (bei zu wenig Natrium)
Bei
Veränderung der Salzkonzentration
nach oben bzw. nach unten (Osmolalität)
kann es zu zerebralen Symptomen
kommen, wie Kopfschmerzen, Krämpfe
usw.
Wenn bei mehrstündigen Laufbelastungen
viel Leitungswasser getrunken
wird und dazu reichlich Glucosekonzentrate
aufgenommen werden, dann müssen
vom Körper Natrium-Ionen
in den Darm dringen, um die Aufnahme
(Resorption) des mineralstoffarmen
Wassers zu ermöglichen.
Die
von der Blutbahn in den Darm abgegebenen
Natrium- und Chlor-Ionen vermindern
damit die Natriumkonzentration
im Blut. Beim Hawaii-Langtriathlon
und bei 100 km-Läufen werden
immer wieder Blutnatriumkonzentrationen
unter 125 mmol/l (Hyponatriämie)
gemessen. Diese erniedrigten Natriumwerte
können zur Desorientierung
und zu ernsten Hirnfunktionsstörungen
(Hirnödem) führen. Vorbeugend
sollte eine mit Kochsalz angereicherte
Flüssigkeit aufgenommen werden
(etwa in 0,5 Liter - 1,0 g NaCl).