Durch
eine einfache Untersuchung mittels
Muskelfunktionstest ist es möglich,
Muskelungleichgewichte frühzeitig
zu erkennen und diesen durch präventive
Maßnahmen in der Schule
und in der Freizeit entgegen zu
wirken.
Prinzipiell wird zwischen primär
zur Abschwächung neigender
und primär zur Verkürzung
neigender Muskulatur unterschieden.
Muskelfunktionstests
sind zwar nie zu 100% objektiv,
aber wenn gewisse Richtlinien
eingehalten und sie von einer
bzw. einem gut ausgebildeten
Testerin bzw. Tester durchführt
werden, gut reproduzierbar.
Hilfreiche
Richtlinien für derartige
Tests:
Standardisierte Ausgangsposition
Ausreichende Fixierung, um Ausgleichsbewegungen
zu vermeiden
Vermeidung der Mithilfe anderer
Muskelgruppen
Exakte Bewegungsausführung
Bewertung nach einem einheitlichen
Schema
Möglichst immer die gleiche
Testerin bzw der gleiche Tester
Allgemeine
Hinweise:
Beide Seiten testen.
Bei Schmerz den Test sofort abbrechen
bzw. gar nicht durchführen
Testerin bzw. Tester sollte dem
Geschlecht der Schülerin
bzw. des Schülers entsprechen.
Die
Dehnbarkeit eines Muskels wird
durch die Beweglichkeit in dem
durch den Muskel bewegten Gelenk
beurteilt. Diese wird wie folgt
skaliert: 3 = stark verkürzt
(vermindert dehnbar), 4 = mittel,
5 = nicht verkürzt (gut dehnbar).
Die
Abschwächung wird so getestet,
dass die Kinder den zu testenden
Körperteil gegen die Schwerkraft
bzw. gegen einen submaximalen
Widerstand bewegen müssen.
Die Angaben der Widerstandsgrößen
beziehen sich auf das Leistungsniveau
der Schülerin bzw. des
Schülers und nicht auf
die Kraftfähigkeit der
Testerin oder des Testers. Auch
hier wird wie folgt skaliert:
3 = stark abgeschwächt,
4 = mittel, 5 = nicht abgeschwächt.