Die Leistungsfähigkeit
vieler Sportler ist von deren
Ausdauer abhängig
und diese wiederum von der Sauerstoffzufuhr
in den Muskeln. Eine Methode,
die Transportfähigkeit des Blutes
für Sauerstoff zu erhöhen,
ist das Blutdoping.
Dabei wird nach einem Höhentraining,
nachdem sich mehr rote Blutkörperchen
im Blut befinden, als üblich,
eine größere Menge Blut
entnommen. Dieses Blut wird gelagert
und dann kurz vor einem späteren
Wettkampf in den Körper des Athleten
injiziert.
Dadurch hat er eine vermehrte Anzahl
von roten Blutkörperchen im Blut
und seine Leistung steigt. Somit kann
die zunächst leistungsschwächende
Blutentnahme weit vor einen wichtigen
Wettkampf vorgelagert werden. Diese
Methode ist direkt nicht nachweisbar,
so lange es sich um injiziertes Eigenblut
und nicht Fremd- oder Tierblut handelt.
Da diese Methode unmittelbar vor einem
Wettkampf zu einem Leistungsrückstand
führen würde, wird in einigen
Fällen kein Eigenblut verwendet.
Des
Weiteren sind auch alle anderen
Methoden und Wirkstoffe verboten,
die die Sauerstoffaufnahmekapazität
steigern. Ein Grenzfall ist
das Training in Unterdruckkammern,
wie es in der DDR in den 60er und
70er Jahren aufgrund der Reisebeschränkung
vollzogen wurde. Durch den Unterdruck
entsteht ein ähnlicher Effekt
wie im Höhentrainingslager. Eine
Abwandlung dieser Methode sind die
sogenannten "Norwegerhäuser".
Hierbei handelt es sich um Häuser,
die vollständig luftdicht abgeschlossen
(und unter Luftunterdruck gesetzt)
werden können. Dieser Methode
bedienten sich in den 80er und 90er
Jahren viele skandinavische Ausdauersportler,
wie z.B. Langläufer.