Sie werden kurz vor Beginn oder
während des Wettkampfes eingenommen.
Beispiele für Stimulanzien
sind Amphetamine,
Ephedrin und
Koffein. Die
chemischen Strukturen von Amphetamin
oder Ephedrin sind ähnlich
den körpereigenen Hormonen
Adrenalin und Noradrenalin.
Stimulanzien wirken auf das zentrale
Nervensystem und steigern
die motorische Aktivität,
was sich durch das Ansteigen der
Körpertemperatur, des Herzschlags
und des Blutdrucks bemerkbar macht.
Des Weiteren fördern sie
die Aggressivität des Sportlers
und heben seine Stimmung bis zur
Euphorie an, was seine Risikobereitschaft
erhöht. Der Sportler verliert
ebenso das Gefühl für
die natürliche Leistungsgrenze
und trotz großer Erschöpfung
des Körpers tritt keine Müdigkeit
ein. Man nennt diese Grenze, welche
durch diese Stoffe überschritten
wird, autonom geschützte
Reserve. Diese Reserve kann psychologisch
nicht überwunden werden und
wird nur in Gefahrsituationen
vom Körper benutzt.
Die Nebenwirkungen sind:
Stresssymptome
dauerhafte
Aggression
psychische
Störungen
Depression
Suchtverhalten
Durch den dauerhaften Anstieg
der Körpertemperatur und
des Herzschlages tritt sehr schnell
eine Überlastung auf. Bei
der überhöhten Einnahme
von Stimulanzien reagiert das
körpereigene Warnsystem nicht
mehr und alle restlichen Körperreserven
werden verbraucht, ohne dass der
Athlet dies bemerkt. Dies führt
dann zu Erschöpfungserscheinungen,
Ohnmacht und im Extremfall auch
zum Tod. Stimulanzien kommen in
der Medizin kaum zum Einsatz,
da sie fast alle keinen medizinischen
Zweck erfüllen.
Ephedrine
bewirken ein Erschlaffen der Bronchien
und das Abschwellen der Nasenschleimhaut,
weswegen sie in vielen Erkältungsmitteln
zu finden sind. Mit der Einnahme von
Erkältungsmitteln, die Ephedrine
enthalten, verstößt ein
Sportler gegen das Dopingverbot und
hat mit den gleichen Konsequenzen
zu rechnen wie bei der gewollten Einnahme
eines Dopingmittels.
Koffein gehört ebenso
zu der Gruppe der Stimulanzien. Es
galt bis 2005 bei der Überschreitung
des Toleranzwertes von 12 mg pro Liter
Urin als Doping, wurde nun allerdings
komplett von der Dopingliste genommen.
Es wurde nachgewiesen, dass nach Einnahme
von Koffein die Konzentration von
freien Fettsäuren im Blut zunahm.
Für Ausdauersportler sind diese
in der Wissenschaft noch nicht ganz
unumstrittenen empirischen Daten von
recht hoher Relevanz. Denn der Ausdauersportler
hat das Interesse, seine Glycogenspeicher
für einen "Schlussspurt"
zu schonen und fettverbrennend zu
laufen. Die Wirkung von Koffein entfaltet
sich eine bis eineinhalb Stunden nach
Einnahme und hält ungefähr
vier bis fünf Stunden an.