Diuretika
sind die einzigen Dopingsubstanzen,
die keine Leistungsstärkung,
sondern viel eher eine Schwächung
der Leistung des Athleten hervorrufen.
Ihre Wirkung ist, dass sie den größten
Teil des im Körper gespeicherten
Wassers abführen, weil sie die
Nierenfunktion stark beeinflussen.
Anwendung finden Diuretika in Sportarten
mit Gewichtsklassen wie Judo und Ringen,
bei denen der Sportler unbedingt sein
Gewicht halten muss, da er bei Wettkämpfen
sonst nicht startberechtigt ist, zwischen
wiegen und Wettkampf füllt der
Sportler die Verluste wieder auf und
ist so leistungsfähiger als seine
Konkurrenten. Auch beim Pferdesport
wird dieses Dopingmittel eingesetzt,
da die Sportler extrem leicht sein
müssen, um gute Leistungen zu
erzielen. Im Bodybuilding finden Diuretika
meist ihre Anwendung, da möglichst
viele Muskelpartien des Athleten erkenntlich
sein sollen.
Wird
der Körper entwässert, verringert
sich auch die Größe von
Fettzellen um Muskeln, da diese Wasser
speichern. Dies hat zur Folge, dass
der Muskel besser zu sehen ist. Starke
Diuretika sind in der Lage, in wenigen
Stunden einen starken Wasserverlust
herbeizuführen, der eine Gewichtsverringerung
von ein bis drei Kilogramm mit sich
bringen kann. Durch die schnelle Dehydrierung
gehen dem Körper viele Mineralstoffe
verloren. Dies schwächt die Leistung
des Sportlers und kann zu Muskelkrämpfen
und Nierenschäden führen.
Weiterhin kann es bei Männern
Impotenz hervorrufen und bei Frauen
tritt ein Ausbleiben der Monatsblutung
auf.
In
Dopingkontrollen sind Diuretika schwer
nachzuweisen, da sie größtenteils
mit dem Urin aus dem Körper gespült
werden. Aufgrund dieser Wirkung werden
Diuretika oftmals als Maskierungsmittel
benutzt, um den Nachweis anderer Dopingmittel
zu erschweren. In der Medizin werden
sie eingesetzt, um Ansammlungen von
Wasser im Gewebe zu verringern.