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NEWS Juli 2006
Zeit für Bewegung
 
 
Jenseits der 42,195 km...


Ultraläufe

Als Ultralauf wird jeder Lauf bezeichnet, der länger ist als ein Marathon, also über 42,195km. Als klassischer Ultralauf gelten üblicherweise Streckenlängen von 50 oder 100km, wenn es sich um Landschaftsläufe handelt, sind auch "krumme" Distanzen möglich.

Eine zweite Variante sind 6-, 10-, 12- oder 24-Stunden-Läufe. Gewonnen hat hier, wer im betreffenden Zeitraum die längste Strecke zurücklegt.

Der Internationale Leichtathletikverband IAAF erkennt jedoch nur die 100km-Distanz als offizielle Wettkampfstrecke an.

1989 fand in Wörschach (Stmk) der erste 24 Stundenlauf statt. Sieger wurde damals Franz Monschein (AUT) mit 213,700km (ÖR). Zwei Jahre später erreichte Helga Backhaus (GER) mit 196,240km als erste Frau das Siegerpodest.

Die Zahl der Anmeldungen zu Ultraläufen steigt zwar immer wieder, aber der elitäre Kreis der "richtigen" Ultraläufer ist klein und familiär.

Etwa 1.500 Läufer und Läuferinnen sind in Ultralaufvereinen organisiert, insgesamt tummeln sich auf den langen Strecken etwa 2.500 Ultraläufer. Der Frauenanteil liegt bei etwa 8-10 Prozent.



Häufig - aber nicht immer - sind es erfahrene Marathonis, die den Reiz der langen Strecken entdecken und auf die Ultradistanzen wechseln.


Wer sich an einen Ultra heranwagt, sollte langjährige Lauf-, am besten Marathonerfahrung mitbringen und vor allem orthopädisch völlig gesund sein. Kleinste muskuläre Probleme oder Knochen- und Sehnenbeschwerden verschlimmern sich sonst wegen der hohen Laufbelastung deutlich.
Typische Verletzungen des Ultraläufers sind Überlastungsschäden am Knie und in der Hüfte, aber auch muskuläre Probleme. Nach dem Wettkampf steigt die Infektanfälligkeit deutlich.

Das Training ist dem eines Marathonläufers ähnlich.

Top-Ultraläufer trainieren etwa 200km in der Woche. Auch hier zählen in der Vorbereitung besonders die so genannten "langen Läufe", die etwa 50-60% der Wettkampfstrecke betragen. Vor einem 100km-Lauf sollten also zwei bis drei 50-60km-Läufe absolviert werden. 100km-Läufer machen auch Tempotraining, bei 24-Stunden-Läufern dagegen steht das Fettstoffwechseltraining im extrem langsamen Bereich im Vordergrund.

Die Lauftechnik unterscheidet sich deutlich von anderen Bereichen der Leichtathletik. Der Begriff "Ultraschlappschritt" umschreibt den Kräfte sparenden Schritt, bei dem die Knie möglichst wenig gehoben werden und es zu keiner Hoch-Tief-Bewegung kommt.

Die Ernährung vor dem Wettkampf unterscheidet sich nicht von der eines Marathonläufers: Kohlenhydratreiches ist wichtig, sollte aber nicht exzessiv gegessen werden.

Unterwegs sind Getränke das Wichtigste.

Sie sollten Natrium enthalten, um die durch das Schwitzen entstandenen Mineralverluste auszugleichen. Top-Athleten essen unterwegs wenig, gelegentlich Fruchtriegel oder Bananen. Bei 24-Stunden-Läufen werden allerdings auch Suppen, Nudeln, Kartoffeln oder Reis gereicht.

Klassiker unter den Läüfen wie z.B.: der 24-Stundenlauf in Wörschach (Stmk) finden auf einem Rundkursus mit 2,3 km Länge statt. Die Veranstalter profitieren, da nur eine kurze Strecke gesichert werden muss, die Teilnehmer, weil sie häufiger an Publikum und Betreuern vorbeilaufen.

Ganz entscheidend ist natürlich auch die Psyche und die Kunst sich so schnell und so lange wie möglich zu konzentrieren. Seinen Geist, die Systeme "runterzufahren". Das Laufen monoton werden zu lassen. Der Körper verschmilzt mit der Strecke, die Umgebung rückt in weite Ferne. Es gilt nur einen Fuss vor den anderen zu setzen, einen Rythmus zu finden. Der Einbruch, der Schmerz kommt - entscheidend ist, diese Faktoren so schnell wie möglich zu verarbeiten, zu akzeptieren und das Beste daraus zu machen.
Einen großen Anteil haben natürlich in diesem Fall auch die Betreuer. Ohne diese Helfer, die gerade in der Nacht und in schlechten Zeiten für den Läufer da sind, wäre ein Durchkommen nicht möglich.

Das Österreichische National-Team:

Herren:
" Ewald Eder
" Günter Klammer
" Markus Thalmann
" Gerhard Eggenreich
" Gerald Fabianek
" Josef Wagner

Damen:
" Anni Frotschnig
" Claudia Illetschko
" Gerlinde Neuhauser
" Karin Sperrer
" Regina Strasser
" Martina Schmidt


Ewald Eder ging 2005 bei der Heim WM in Wörschach als
Rot-Weiß-Roter Favorit ins Rennen.

Der Staatsmeister im 24-Stunden-Lauf ist mehrfacher Wörschachsieger, lief 2003 mit 267,428 Kilometer Österreichischen Rekord und war 11. der Weltrangliste. Bis er in Wörschach an den WM-Start ging.
Nun ist er Vize-Weltmeister!

 
 
Wir machen Gewinner..
 

Gewonnen hat Gabi H.aus Fürstenbrunn!

Du erhälst Deinen Preis in den nächten Tagen per Post!

 
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16. Juli 2006
Rennrad

Samson Radmarathon

7. Juli 2006
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24. Stundenlauf Wörschach
14. bis 16. Juli 2006

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Klaus Spielbüchler

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Juni 06:
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