Wasser ist mengenmäßig
die wichtigste Komponente des menschlichen Körpers und für
etwar 60 Prozent des Körpergewichtes verantwortlich. Ohne Wasser
gibt es kein Leben und der Erhalt des Körperwassers und der Elektrolyte
stellt eine zentrale Aufgabe eines jeden Organismus dar.
Bei einem erwachsenen Menschen liegt
der durchschnittliche Tagesbedarf an "Wasser" bei etwa 40
Gramm pro kg Körpergewicht.
Der Wasserbedarf eines Menschen der:
50 kg wiegt beträgt 2,0 Liter pro Tag.
60 kg wiegt beträgt 2,4 Liter pro Tag.
70 kg wiegt beträgt 2,8 Liter pro Tag.
80 kg wiegt beträgt 3,2 Liter pro Tag.
90 kg wiegt beträgt 3,6 Liter pro Tag.
Der Schweißverlust liegen
je nach Sportart, Intensität, Klima und individueller Veranlagung
bei 0,5 bis 2,5 Litern pro Stunde sportlicher Belastung. Die Zufuhr
von reinem Wasser hat in allen Sportarten - aber besonders bei Ausdauersportarten
- Vorrang.
Übrigens ist der Mensch ein
wahrer Schweißverschwender. Kaum ein anderes Tier schwitzt so
stark wie der Mensch. Das bedeutet also: TRINKEN - TRINKEN und nochmals
TRINKEN.
Trinken – aber
was ?
Die Regale in Sportfachgeschäften
und Supermärkten verlocken und verwirren mit ihrem reichen Angebot
an Elektrolyt- und Sportgetränken, deren Zahl noch ständig
wächst. In Ruhe und während geistiger Arbeit sind Natursäfte
verdünnt mit Wasser oder Mineralwasser von Vorteil. Zu bedenken
ist allerdings die nicht zu unterschätzende Anzahl an Kalorien,
die derartige Fruchtsäfte enthalten.
Zur Flüssigkeitszufuhr bei sportlichen Belastungen bis zu 5 Stunden
Dauer (!) reicht reines Wasser oder kohlensäurearmes Mineralwasser
völlig aus. Erst bei längeren Belastungen ist es sinnvoll
ein Mineralgetränk zu trinken. Dies sollte dann zur Unterstützung
der Kohlenhydrataufnahme natriumhaltig sein (ca. 0,5 bis 1,0 g Kochsalz
je Liter). Mineralstoffarmes oder gar -freies Wasser kann zur so genannten
Wasservergiftung oder Übertrinken führen, wenn auf diese Weise
mehr als 3 bis 6 Liter Schweißverlust ergänzt wird. In der
Praxis können dennoch lange Wettkämpfe mit Leitungswasser
gut überstanden werden, wenn man regelmäßig mineralstoffhaltige
Nahrung zu sich nimmt.
Trainierbarkeit der
Nahrungsaufnahme
Bemerkenswert ist die Tatsache, dass die Nahrungsaufnahme beim Sport
sehr gut trainierbar ist. Bei einigen Sportlern scheint ihre hervorragende
Ausdauerleistung zum großen Teil von der Leistungsfähigkeit
und dem guten Trainingszustand ihres Verdauungssystems abhängig
zu sein.
Die Praxis zeigt, dass bei langen Hitzewettkämpfen
Trinkmengen von weit mehr als 1 Liter pro Stunde verwertet werden, eine
Menge, die theoretisch unphysiologisch ist und von Untrainierten im
Ruhezustand nicht verkraftet wird. Selbst hypotonische* Kohlenhydratlösungen
werden während sportlicher Belastung - nach einer gewissen Gewöhnungszeit
- in solch großen Mengen verkraftet, die normalerweise zum Erbrechen
führen.
*Hypotonische Lösungen sind schwächer konzentriert als die
Körpereigenen. Somit werden sie unter körperlicher Belastung
besser und schneller aufgenommen als isotonische.
Newsletter Juni 06 www.fitness-coaching.at