Das Training hat immer wieder
Spaß gemacht und die Wettkämpfe waren spannend und erfolgreich.
Trotzdem stellt sich jetzt gegen Ende der Saison eine Art von
Ausgelaugt sein ein und man hat nichts dagegen, dem letzten Wettkampf
ins Auge zu sehen. Das ist nicht weiter verwunderlich, hat doch
das konsequente Ausdauertraining und der Streß rund um die Wettkämpfe
viel Energie gekostet. Die Zeit für die Herbstpause, die sogenannte
Übergangsphase in Form von aktiver Erholung ist gekommen.
Das Erholungsbedürfnis des Körpers
steigt, je mehr der physiologische Gleichgewichtszustand des Stoffwechsels
gestört wird.
Wie nach einem erholsamen Urlaub die Arbeit wieder leichter geht,
brauchen auch die Sportlerbeine und der Kopf eine Pause um neue
Energie für die nächste Wettkampfsaison zu tanken.
Auch die Psyche sollte ausspannen. Der Partner, die Partnerin
oder die Familie wird sich über ein Mehr an gemeinsamer Zeit und
Aktivitäten freuen.
Die aktive Erholung sollte sich über mindestens zwei bis maximal
vier Wochen erstrecken. Es ist beabsichtigt und nicht weiter tragisch,
dass die Form dabei absinkt. Dieser Abfall sollte allerdings in
Grenzen gehalten werden, indem ein lockeres Training in alternativen
Sportarten durchgeführt wird. Hauptsache ist, daß es Spaß macht
und kein Muß darstellt.
Der Umfang einer Trainingseinheit und die Intensität sollten so
nieder gehalten werden, dass sie ohne größere Ermüdung bewältigt
werden kann.
Je nach Trainingsumfang und Häufigkeit
während der Saison sollten ein bis zwei Einheiten pro Woche beibehalten
werden, am besten im regenerativen Pulsbereich. Alle, die ein tägliches
Training zu „brauchen“ glauben, sollten es einmal mit ein bis zwei
Ruhetagen zwischen den Trainingseinheiten versuchen. Vielleicht
entdecken sie ein neues, sehr positives Gefühl dabei.
Eine weitere Möglichkeit wäre auch die Verbesserung der bisherigen
Technik. Gerade, weil die Intensität nicht wirklich hoch ist, kann
man sicher vermehrt auf die Ausführung der Bewegung richten.
Entgegen zur Hauptsportart können natürlich auch "alternative"
Sportarten ausgeübt werden. Der Winter bietet ja eine Vielzahl
an Möglichkeiten. Langlaufen im klassischem oder Skating Stil,
Schitouren, Eislaufen, ja sogar Schneeschuhwanderungen machen gehörig
Spaß.
Eßgewohnheiten ändern
Nur zu gerne werden die alten Eßgewohnheiten beibehalten. Mit der
stark reduzierten Trainingsbelastung sinkt auch der tägliche Energiebedarf
und der Körper legt sich aus den überschüssigen Kalorien sofort
Fettreserven an. Die sind zwar in jungen Jahren leichter, aber ab
dem 40. Lebensjahr schwerer wieder loszuwerden.
Das natürliche Hungergefühl ist übrigens ein sehr gutes Maß für
den tatsächlichen Nahrungsbedarf.
Wiedereinstieg ins Training
Der Trainingsumfang darf nur allmählich gesteigert werden und sollte
nach ca. vier Wochen wieder das durchschnittliche Maß der vorangegangenen
Saison erreichen. Begonnen wird mit langsamen Einheiten, die nach
den ersten zwei Wochen mit mittleren Intensitäten gemischt werden.
Alles spielt sich in der Grundlagenausdauer ab, in einem Geschwindigkeitsbereich
also, der noch zu keiner Übersäuerung der Muskulatur führen darf.
In diese Phase sollte auch ein sportärztlicher Check und ein leistungsdiagnostischer
Test fallen. Aufgetankt mit neuer Motivation, körperlich topfit
und ausgestattet mit den neuen Pulswerten steht einem erfolgreichen
Start in die neue Saison nichts mehr im Wege.
Quelle: www.fitness-coaching.at
Newsletter November 06