Sportlicher Erfolg - dazu gehören
zweifellos Technik, ergeiziges Training und natürlich auch das
nötige Glück.
Um diese Faktoren im entscheidenden Augenblick umzusetzen, braucht man
neben körperlicher Fitness auch Konzentration, Nervenstärke
und Selbstvertrauen kurz gesagt - mentale Stärke.
Zweckmäßiger
Einsatz von Mentaltraining im Sport:
Klare Zielsetzung (richtige Formulierung)
Die wichtigste Voraussetzung für den Erfolg - und zwar die "richtige"
Zielsetzung. Vielen ist allein dadurch der nachhaltige Erfolg verwehrt,
weil sie nur so vage Zielvorstellungen im Kopf haben.
Visualisieren des Erfolges, des Sieges
Wenn Sie sich vorstellen, dass Sie schon gewonnen haben, trägt
das wesentlich zum Erfolg bei. Durch diese Vorstellung an den Sieg,
verändert sich die Hirnchemie und dadurch auch die Körperchemie.
Dabei entfalten sich die Ressourcen im Körper um Höchstleistungen
zu erbringen.
Wenn Sie zum Beispiel Angst vor dem Gegner oder vor dem Wettkampf haben,
würde bewirkt das das Gegenteil. Es lähmt und die Trainingsleistungen
können nicht mehr umgesetzt werden.
Motivation für Training/Wettkampf
"Schlechte Tagesverfassung" hören wir oft als Grund für
mittelmäßige Leistungen. Wenn Sie diese Motivation selber
beeinflussen können, haben Sie gegenüber den anderen einen
entscheidenden Vorteil.
Nervös vor/bei einem Wettkampf,
gelähmt vor/bei dem Wettkampf
Es gibt unzählige Gründe, warum ein Sportler vor oder bei
einem Wettkampf nervös oder gelähmt sein kann: hoher Erwartungsdruck
von sich selber oder von anderen Menschen, ein "Angstgegner"
ist anwesend, bin heute nicht gut drauf, schlecht geschlafen, usw...
"Mentale Stärke ist eben, diese Störungen im Griff zu
haben."
Konzentration im richtigen Augenblick
Ablenkung oder Unachtsamkeit sind oft Gründe für Fehler. Sich
im richtigen Augenblick voll konzentrieren zu können, ist eine
der wichtigsten mentalen Stärken.
Energie und Kraft auf Abruf
Kennen Sie das, im entscheidenden Augenblick fehlt plötzlich die
Energie, die Kraft? Während dem Training wurden die Limits erfüllt
und nun im entscheidenden Augenblick ist die Energie nur noch auf Sparflamme.
Zum richtigen Zeitpunkt Energie mobilisieren entscheidet oft über
Sieg oder Niederlage.
Durchhaltevermögen
Bei länger andauernden Belastungen ist das Durchhaltevermögen
von entscheidender Bedeutung. Mit entsprechender mentaler Stärke
können sich Athleten im Finale sogar noch steigern.
Erholung zwischen Wettkampfpausen
Wenn zwischen den Wettkämpfen nur kurze Pausen sind, sinkt die
Leistungsfähigkeit zunehmend.
Hier ist entscheidend, wie gut sich der Athlet regenerieren kann. Mit
entsprechenden Mentaltechniken kann die Regenerationszeit verkürzt
und die Regenerationswirkung stark erhöht werden. Diese Fähigkeit
entscheidet eben oft über Sieg oder Niederlage.
Ablenkung durch Außeneinflüsse
vermeiden
Unzählige Außeneinflüsse können das Leistungsvermögen
beeinflussen. Schlechtes Wetter, schlechte Luft in einer Halle, zu heiß,
zu kalt, Mitbewerber betreiben "Psychokrieg" usw.
Hoher Leistungsdruck/Erwartungsdruck
aushalten
Ob dieser Druck vom Athleten selber kommt, oder vom Trainer oder Freunden
ist egal. Er bewirkt aber einen starken Stress, der das Leistungsvemögen
bremsen kann.
Zum Erlernen eines Bewegungsablaufes,
einer Technik
Neue Bewegungsabläufe werden viel schneller richtig erlernt und
automatisiert. Dadurch können sie im Wettkampf auch unter hoher
nervlicher Belastung sicher angewendet werden.
Zum Umlernen einer alten Technik
(oder Bewegungsablauf) in eine neue, oder das Ausbessern einer fehlerhaften
Technik.
Jeder Sportler weiß, wie schwierig es ist, einen automatisierten
Bewegungsablauf umzulernen, und diesen im Wettkampf dann sicher zu beherrschen.
Das Wegstecken eines Fehlers oder einer
Niederlage
Nach einem Fehler oder einer Niederlage die alte Sicherheit schnell
wiederzuerlangen, ist eine gravierende Stärke und entscheidet oft
über Sieg oder Niederlage. Zahlreiche Beispiele aus dem Spitzensport
zeigen, was nach einem Fehler passiert.
Innere Ruhe und Konzentration beim Wettkampf
Unzählige Wettkämpfe wurden schon von Athleten und Mannschaften
gewonnen, weil sie die Ruhe behalten haben und sich konzentrieren konnten,
obwohl der Gegner eindeutig Favorit war.
Oder der Gegner hat eine Spitzenleistung "vorgelegt", und
dann trotzdem die innere Ruhe zu bewahren, ist mentale Stärke.
Muskeltraining durch Mentaltraining
Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass durch Mentaltraining
Muskeln zusätzlich wirkungsvoll trainiert werden können. Und
zwar Muskelvolumen, Maximalkraft, Schnellkraft, lokale Muskelausdauer
usw.
Schnelle Rehabilitation nach einer Verletzung
Haben Sie nicht auch schon gestaunt, wie schnell Spitzenathleten nach
großen Verletzungen wieder zurück an der Spitze waren? Hier
wirkt Mentaltraining nicht nur im Kopf, sondern unterstützt erwiesenermaßen
auch den Heilungsprozess.
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