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Atemwegserkrankungen:

Holunderblütentee im Aufguß mit reichlichem Honigzusatz und einem Guß Holunderbeerensaft hilft gegen Husten, Heiserkeit und Schnupfen.
Königskerzenblüten-Tee, im Aufguß zubereitet, früh und abends je 1 Tasse einnehmen.
Ehrenpreistee, im Aufguß zubereitet, hilft gegen langwierigen Husten, man trinkt 3mal täglich 1 Schale recht warm, langsam und schluckweise, eventuell mit Honig süßen.

 

Bei starkem Husten einen schwarzen Rettich aushöhlen, am unteren Ende ein Loch hineinstechen und den hohlen Rettich mit im Wasserbad erwärmten Lindenblütenhonigfüllen. Dann in ein enges Glas stecken und dieses im warmen Zimmer stehen lassen. Früh, mittags und abends den herabgeflossenen Rettich-Honig-Saft trinken, den letzen Rest mit warmem Wasser nachspülen und auslöffeln.
Hustentee mit 2 EL Himmelschlüsselblüten, eventuell Honig und Zitronensaft beigeben, wirkt schleimlösend und schweißtreibend.
 

Spitzwegerichsaft, täglich 3 EL davon, hilft bei Erkältung der Atemwege.
Frische oder getrocknete Brombeerblätter, einige Zwiebelstücke und braunen Kandiszucker kochen lassen, ziehen lassen, durchseihen - und heiss trinken!
Eine grosse Tasse Lindenblütentee mit dem Saft einer Zitrone mischen, mit Honig süssen und möglichst heiss trinken! 3 mal täglich.
30g Holunderblüten, 30g Lindenblüten, 20g Salbei, 20g Weidenrinde (weglassen, wenn zu bitter) mit kochendem Wasser überbrühen und 10 Minuten ziehen lassen. Mit Honig süßen. 3 - 5 mal 1 Tasse wirkt Schweißtreibend.
Schleimlöser: Gleiche Teile von Königskerzenblüten, Lungenkraut und Spitzwegerichblätter mischen. Zwei TL davon mit 1/4 Liter Wasser überbrühen, abseihen. Mit Honig gesüsst in kleinen Schlucken trinken.
Brombeersaft mit Honig gesüßt hilft bei Erkältung, stärkt Bronchien und ist krampflösend bei Asthma. Für Kinder stärkend und blutbildend.
Allgemein empfehlenswert ist die gute alte heisse Milch mit Honig: wirkt gegen Entzündung, da von Natur aus Honig Keime abtötet. Ohne ausreichenden Schutz vor Keimen würde der Honig in den Bienenwaben verderben. Auch bei Halsschmerzen sehr wirksam!
Eine Inhalation mit Kamilledampf ist besonders geeignet und bewährt bei akutem und bei chronischem Schnupfen und bei Erkrankungen der Nebenhöhlen: In einer Schüssel 1 EL getrocknete Kamillenblüten mit einem Liter kochendem Wasser überbrühen. Nach einigen Minuten, wenn die Blüten ein wenig durchgezogen sind und das Wasser nicht mehr allzu heiss ist, kann mit der Inhalation begonnen werden.
Bienenwachswickel sind hustenreizlindernd, schleimlösend und werden mittlerweile als "Fertigwickel" angeboten. Zwischen zwei Tüchern wird eine Schicht Bienenwachs aufgebracht. Das erwärmte Tuch wird unter ein Hemd auf die Haut gelegt und spendet die ganze Nacht milde Wärme. Es sollte am besten die ganze Nacht liegen bleiben.

Abwehrkräfte stärken

heißes Fußbad: Erste Sofortmaßnahme für völlig Ausgekühlte und Durchgefrorene. Es bewirkt, dass der ganze Körper wieder mit Wärme aufgeladen und besser durchblutet wird. Füllen Sie einen Eimer wadenhoch mit warmem Wasser, in einer Ihnen angenehmen Temperatur. Füße und Unterschenkel hineinstellen. Immer wieder heißes Wasser zu gießen. Ca. 15-20 Minuten sollte diese Anwendung dauern, damit der Körper wieder warm wird. Danach in eine Decke einrollen und ruhen. Achtung! Bei Venenleiden keine warmen Fußbäder machen.
Wechselduschen: Sie härten den Körper ab und stärken seine Widerstandskraft.Zuerst kalt abduschen. Bei den Füßen beginnen: Fußunterseite, Beininnenseite nach oben, dann an der Außenseite nach unten. 2-3 mal. Anderes Bein. Dann die Arme: Handinnenfläche. Arminnenseite nach oben, an der Außenseite nach unten. 2-3 mal. Anderer Arm. Dann erst den restlichen Körper. Dann den ganzen Körper kurz heiß abduschen. Vorgang wiederholen. Mit einer kalten Dusche abschließen.

Ansteckungsgefahr

Lindenblütentee Besonders zu empfehlen in Zeiten erhöhter Ansteckungsgefahr. Einen Teelöffel getrocknete Lindenblüten mit einen Viertel Liter kochendem Wasser übergießen und zehn Minuten ziehen lassen. Tee abseihen und mit einem Teelöffel Salbei- oder Lavendelhonig (auch besonders gut bei Erkältungen) süßen.
Spitzwegerich-Süßholzwurzeltee Besonders geeignet für allgemeine Schwächezustände von Kindern. Je 20g Spitzwegerichblätter mit Stiefmütterchen- und Malvenblüten sowie Hirtentäschelkraut mischen. 50g Süßholzwurzeln hinzufügen. Für eine Tasse Tee wird ein Teelöffel der Kräutermischung mit kochendem Wasser überbrüht. Nach zehn Minuten abseihen. Davon drei Tassen am Tag trinken.

Blutdruck

Früh und Abends je 1 Schale Pfefferminztee, im Aufguß zubereitet, senkt den Blutdruck.
Misteltee, 2 TL davon mit 1/4 l kaltem Wasser abends ansetzen, morgens aufwärmen und gleich nach dem Aufstehen 1 Tasse davon einnehmen, eine zweite Tasse am späten Nachmittag. Nach 3 Wochen Anwendung 1 Woche aussetzen.
Bei unregelmäßigem erhöhtem Blutdruck diese Tinktur zubereiten: 50g Passionsblume, 35 g Baldrianwurzel, 35 g Hopfenzapfen, 25 g Johanniskraut und 25 g Melisse. Mit 1l 70%igem Obstbrand übergießen. 14 Tage lang, verschlossen in die Sonne stellen. Täglich schütteln. Abseihen, dunkel stellen und kühl lagern. Bei Bedarf 1 Likörglas davon trinken.

Durchfall

Bei Durchfall, ein Tee aus 3 Teile Erdbeerblätter, 2 Teile Waldmeisterkraut und 1 Teil zerquetschter Fenchelsamen. 2 Teelöffel der Mischung mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergießen.
Kümmel, Anis und Fenchel ergeben einen Heiltee gegen Blähungen, auch für Kinder.
1 EL Brennnessel-Samenkörner in 1/8 l kaltem Wasser aufkochen, kurz ziehen lassen, den schleimigen Tee abseihen, mit Honig vermengen. Kindern bei Durchfall zu trinken geben.
Blutwurz, getrocknet, pulverisiert und teelöfferlweise eingenommen, stoppt sehr rasch Durchfall.
Zur Heilung von Durchfall trinke man täglich 2 bis 3 Tassen Bohnenkraut-Tee -2 TL getrockneten Krautes mit 1/4 l kochendem Wasser übergießen, zugedeckt 15 Minuten ziehen lassen, abseihen. - Wirkt stark potenzfördernd, sollte daher auf keinen Fall Kindern gegeben werden.